Ein alternder, kranke, unter verschiedensten Altersbeschwerden wie wenigstens Parkinson, Demenz, Diabetes, Schlaganfall, Osteoporose, Arthrose, um nur die häufigsten Erkrankungen zu nennen, leidende Elternteil zu Hause kann schon ein andauerndes Problem bereiten. Solange dieser noch körperlich, „sozial“ und geistig gesund ist, ist alles in bester Ordnung. Man kann sich ohne Gewissensbisse und in aller Ruhe mit eigener Familie bzw. mit eigenem Berufsleben beschäftigen und um diese kümmern. Erst wenn körperliche wie auch gesundheitliche Beschwerden auftreten, wenn jedwede Bewegung einen unvorstellbaren Schmerzen auslöst und jegliche Tätigkeiten des alltäglichen Lebens von dem älteren Menschen nicht zu überwinden sind, so wird solch ein Mensch immer als eine Last betrachtet. Dies klingt tragisch und komisch zugleich, aber dies spiegelt mit allen Einzelheiten die Wirklichkeit wider. Weil der Anteil alter, pflege- und hilfebedürftiger Menschen besonders in den hochentwickelten Industrieländern (diese Tendenz ist in der heutigen Zeit besonders sichtbar) ständig zunimmt, wird immer mehr professionelle Seniorenbetreuung benötigt. Der Einsatz hochtechnisierter Hilfsmittel, die Umsetzung moderner Pflegekonzepte sowie der medizinische Fortschritt beeinflussen den steigenden Bedarf an Pflegekräften und den zunehmenden finanziellen Aufwand. Die Pflegebedürftigkeit muss schon den finanziellen Aufwand bedeuten, die Kosten halten sich jedoch im Fall der 24 Stunden Betreuung gegenüber dem herkömmlichen Aufenthalt in einem Pflegeheim in Grenzen. Nicht nur aus den Kostengründen scheint z.B. polnische Seniorenbetreuung einsatzbereit zu sein. Die Seniorenbetreuung eilt zur Hilfe und kann sich hervorragend in solchen schwersten Pflegefällen abfinden, wie das am Anfang kurz beschriebenes Beispiel. Wie die polnischen Frauen dies schaffen, macht schon nachdenklich, aber sie sind für den Beruf viel mehr als geschaffen.